11.03.2004
Grenzübergänge von jetzt 21 auf 60 erhöhen
(DTPA/MT) DRESDEN: Weil sich mit der EU-Erweiterung der grenzüberschreitende LKW-Verkehr verdreifachen soll, wird die Zahl der Grenzübergänge in Sachsen von jetzt 21 auf 60 erhöht. Das wurde heute bei der Vorstellung des „Verkehrsberichts Sachsen 2003“ durch Verkehrsminister Dr. Martin Gillo verdeutlicht. Mit der Autobahn A 4 ist bereits eine leistungsfähige Verbindung nach Polen vorhanden. Die A 17 soll 2006 Dresden und Prag verbinden. Darüber hinaus ist es notwendig, dass die Ortsumgehung Marienberg (B 174) und die B 178 neu von der A 4 über Löbau und Zittau bis in tschechische Liberec gebaut werden kann.
Sachsen macht sich auch dafür stark, dass die B 93 neu Zwickau-Karlsbad und die A 16 Leipzig-Torgau in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingeordnet werden.
Im öffentlichen Personennahverkehr sollen nach dem Vorbild Egronet, das seit 2000 Sachsen, Bayern, Thüringen und Tschechien mit mehreren Netzen und einem Tarif verbindet, weitere grenzüberschreitende Projekte entstehen. Geprüft werden zurzeit z.B. eine Straßenbahn zwischen Görlitz und Zgorzelec und eine Regio-Tram Neiße.
Katja Kipping, Sprecherin für Verkehrspolitik der PDS- Landtagsfraktion, sieht das Schienennetz vernachlässigt: „Der heute vorgelegte Bericht verdeutlicht die in Sachsen seit Jahren praktizierte Benachteiligung der Schiene. So floss nur ein reichliches Drittel der Summe, die in den Straßenbau investiert wurde, in das Schienennetz.“
Kipping weiter: „Gerade mit Blick auf die EU-Osterweiterung fordert die PDS den Staatsminister auf, endlich die Pläne zur Einstellung der Rollenden Landstraße zu beerdigen und stattdessen eine Verlängerung und Verbesserung der Rollenden Landstraße in Angriff zu nehmen.“

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