08.01.2001
Keine Erkrankungen durch uranhaltige Munition
(DTPA/MT) BERLIN/MOSKAU: Die Bundeswehr hat keinen Hinweis darauf, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz im Kosovo Erkrankungen durch Reste von Uran-Munition erlitten haben. Wie heute mitgeteilt wird, sind bei Untersuchungen von Soldaten bislang keine Erkrankungen festgestellt worden, die auf Kontakte mit Uran belasteter Munition zurückzuführen seien. In der kommenden Woche wird sich der Nato-Rat in Brüssel mit der Thematik beschäftigen. Bundeskanzler Schröder sprach sich während seines Besuches in Moskau am Sonntag in diesem Rahmen für eine rückhaltslose Aufklärung des Gesamtproblems aus.
Uranhaltige Munition wird auch als DU-Munition bezeichnet. Die Abkürzung steht für "Depleted Uran" - abgereichertes Uran. Dieses Metall, das über eine nur äußerst geringe radioaktive Strahlung verfügt, wird aufgrund seiner besonderen Härte als Munition zur Bekämpfung von gepanzerten Zielen verwendet. Die US-Luftwaffe hat von diesem Munitionstyp im Kosovo-Konflikt etwa 31 000 Schuss auf Ziele in Serbien und im Kosovo abgefeuert.
Die Bundeswehr verfügt über keine DU-Munition. Eine Gesundheitsgefährdung kann von dieser Munition ausgehen, wenn Soldaten und Zivilisten mit ihren Überresten in Berührung kommen.

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