07.01.2001
TV-Direktor Hodac wird zum Rücktritt aufgefordert
(DTPA/DH) PRAG: Das tschechische Abgeordnetenhaus hat in der Nacht zu Samstag den Generaldirektor des Tschechischen Fernsehens, Jiri Hodac, indirekt zum Rücktritt aufgefordert. Das berichtete der Tschechische Rundfunk (Ceský Rozhlas) heute morgen. Auf einer fast 15stündigen Sondersitzung
der Unteren Parlamentskammer wurde mitgeteilt, dass ein Rücktritt des Generaldirektors Jiri Hodac für eine Lösung der Krise im öffentlich-rechtlichen Sender CT unabdingbar sei. Sollte Hodac selbst nicht resignieren, wurde der Fernsehrat aufgefordert, ihn auf der Sitzung am 8. Januar abzuberufen. Für diesen Beschluss stimmten 96 Abgeordnete, vor allem Sozialdemokraten,Christdemokraten und Mitglieder der Viererkoalition.
Um die Unabhängigkeit des Fernsehens Ceská Televize gewährleisten zu können, soll das Abgeordnetenhaus am 12. Januar über die Annahme eines neuen Fernsehgesetzes entscheiden. Präsident Vaclav Havel begrüßte die Entscheidung des Abgeordnetenhauses. Es freue ihn besonders, dass unter dem Druck der Bürger die gesunde Vernunft gesiegt habe,informierte sein Sprecher am Samstag.


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