03.03.2004
Nachricht aus Brüssel: "CLARA" kommt!
(DTPA/MT) CHEMNITZ: Ein gemeinsamer Antrag des Bezirkes Oberfranken, der Region Karlovy Vary und des Regierungsbezirkes Chemnitz zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den lokalen und regionalen Behörden dieser Regionen mit zuwendungsfähigen Ausgaben von reichlich 400.000 EUR wurde nunmehr seitens der Europäischen Union bestätigt. Das teilte das Regierungspräsidium Chemnitz mit.
Insgesamt hatte die Kommission über 27 Anträge zu entscheiden. Erfolgreich waren die Stadt Dresden, die Gemeinde Schlema im Landkreis Aue-Schwarzenberg, der Verkehrsverbund Oberelbe und eben das Regierungspräsidium Chemnitz in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Oberfranken. Thematisch geht es bei allen Projekten vor allem um den Erfahrungsaustausch und die Bildung von Netzwerken mit den polnischen bzw. tschechischen Nachbarregionen.
Unter Federführung der Bezirksregierung von Oberfranken haben sich sieben Projektpartner gefunden, die in den nächsten 18 Monaten grenzübergreifende themenspezifische Kooperationen entwickeln wollen. Das sind neben der Bezirksregierung von Oberfranken mit Sitz in Bayreuth, das Bezirksamt Karlovy Vary, die Stadt Karlovy Vary, das Regierungspräsidium Chemnitz, das Landratsamt Vogtlandkreis, die Stadt Bayreuth als Vertreter des Sächsisch-Bayrischen Städtenetzes sowie die Euregio Egrensis, die in allen drei Regionen aktiv ist. Die beteiligten Projektpartner werden aber darüber hinaus auch möglichst viele Behörden aller Ebenen ansprechen, um sie zur Mitarbeit in Workshops und Arbeitskreisen zu bewegen. Die Zusammenarbeit wird sich auf die sieben Themenbereiche Verkehr, Gesundheit/Tourismus, Umweltschutz, Zivil- und Katastrophenschutz, Raumordnung/Regionalplanung, Bürgernahe Verwaltung und Jugend/Bildung/Kultur konzentrieren.
Der genaue Titel des Projektes CLARA@eu, der nicht mit einer E-Mail-Adresse verwechselt werden sollte, drückt als Akronym das Ziel in englischer Sprache aus: Cooperation of lokal and regional Authorities at the enlarging the Union.
Die Umsetzung des Zieles bezuschusst die Europäische Kommission bei einem Fördersatz von etwa 72 Prozent mit mehr als 300.000 EUR. Mit Hilfe dieses Projektes erfährt die bisherige Zusammenarbeit zwischen den Regionen Karlovy Vary und Chemnitz auf der Basis einer Vereinbarung vom Mai 2002 eine weitere Stärkung.

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