03.03.2004
Abnahme der Kriminalität an EU-Außengrenze
(DTPA/MT) DRESDEN: Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2003 erfasste in den sächsischen Grenzgemeinden an der EU-Außengrenze insgesamt 25.059 Delikte. Das sind 4.001 Fälle bzw. 13,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der ausländerspezifischen Delikte (Verstöße gegen das Ausländergesetz/ Asylverfahrensgesetz) hat um 3.784 Fälle abgenommen (- 36,1 Prozent). Ebenfalls abgenommen haben die Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße. So ging die allgemeine Kriminalität in den Grenzgebieten um 217 Fälle auf 18.350 Delikte (- 1,2 Prozent) zurück. Die Kriminalitätsentwicklung fiel in den Grenzregionen jedoch ganz unterschiedlich aus. Während die allgemeinen Straftaten entlang der polnischen Grenze um 820 Fälle auf 9.108 Delikte (- 8,3 Prozent) zurückgingen, stiegen die Straftaten entlang der tschechischen Grenze um 603 Fälle auf 9.242 Fälle (+ 7 Prozent) an. Die tatsächliche Kriminalitätsbelastung (gerechnet auf 100.000 Einwohner) lag an der polnischen Grenze (8.368 Fälle) jedoch deutlich höher als an der tschechischen Grenze (4.695 Fälle).
Kennzeichnend für die Kriminalität in den Grenzgemeinden waren neben der großen Zahl illegaler Grenzübertritte höhere Anteile der Urkundenfälschung und des Diebstahls unter erschwerenden Umständen (z. B. Einbruchsdiebstähle). Eine Häufung von Ladendiebstählen registrierten vornehmlich die Städte Görlitz und Zittau.

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