01.03.2004
Deutsch-Tschechischer Jugendrat tagt in Dresden
(DTPA/MTL) DRESDEN: Am 1. und 2. März 2004 führt der Deutsch-Tschechische Jugendrat seine jährliche Sitzung im Haus der Brücke-Most-Stiftung in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden durch, wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales heute in Dresden bekannt gibt. In diesem Gremium arbeiten Fachexperten aus dem Ministerium für Schulwesen, Jugend und Sport in Prag sowie aus den zuständigen deutschen Bundes- und Länderministerien gemeinsam mit Vertretern großer Verbände der Jugendarbeit an der qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung des deutsch-tschechischen Jugend- und Schüleraustausches. Seit dem Jahre 1997 wird die deutsch-tschechische Zusammenarbeit von den Koordinierungszentren „TANDEM“ in Pilsen und Regensburg koordiniert.
Der deutsch-tschechische Jugendrat appelliert im Vorfeld der Erweiterung der Europäischen Union, bestehende administrative Hindernisse in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit und Beschränkungen in der Mobilität junger Menschen bei grenzüberschreitenden Bildungsprogrammen zügig abzubauen.
Schwerpunkte sieht Tandem in der weiteren Intensivierung der grenznahen Zusammenarbeit, die in Zukunft auch gezielt Kinder im Vorschul- und Grundschulalter einbeziehen sollte, um ein nachhaltiges Kennenlernen zu gewährleisten. Auch Berufspraktika schaffen ein wertvolles Potenzial für die deutsch-tschechische Nachbarschaft: Neben fachlichen Kenntnissen erwerben junge Menschen interkulturelle Kompetenz und bauen Ängste vor den neuen EU-Nachbarn durch persönliche Begegnung ab. Als virtuelles Begegnungsmedium wird das deutsch-tschechische Internetportal für Jugendliche www.ahoj.info ausgebaut.
Sächsische Jugendliche beteiligen sich nach Aussage des sächsischen Sozialministeriums in großem Umfang an den Austauschprogrammen. So werden etwa 20 % der im Bundesmaßstab eingesetzten Fördermittel an Projekte mit sächsischen Jugendlichen vergeben. In 132 Schulpartnerschaften zwischen sächsischen und tschechischen Schulen kooperieren Schüler auf den verschiedensten Gebieten. Während das Koordinierungszentrum TANDEM vorrangig Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes vergibt, stellt das Sächsische Staatsministerium für Soziales im Jahre 2004 ca. 235.000 Euro für die Förderung des internationalen Jugendaustauschs zur Verfügung.
Sachsens Sozialministerin Helma Orosz (Bild), die dem Deutsch-Tschechischen Jugendrat einen Besuch abstattet, sagte: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel in den internationalen Jugend- und Schüleraustausch investiert. Obwohl wir eine sehr positive Entwicklung verzeichnen können, werden die Chancen der Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen unserer Länder oft noch unterschätzt. Ein neues Miteinander in Europa setzt ein Kennenlernen der Bürger voraus und dies beginnt im Kindesalter. Deshalb wollen wir vor allem den grenznahen Austausch fördern und auch Begegnungen bereits im Kindergartenbereich voranbringen.“
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