27.02.2004
Grüne kritisieren Streichungen bei KARO
(DTPA/MT) DRESDEN: Die sächsischen Bündnisgrünen sind entsetzt, dass die Staatsregierung offenbar die Förderung des grenzüberschreitenden Sozialprojektes KARO weitgehend einstellen will. "Es ist einfach, die Methoden der Arbeit von KARO zu kritisieren. Es wäre die Pflicht der Staatsregierung, den Verein bei seiner schwierigen Arbeit zu unterstützen, statt die Förderung zu streichen", so Landesvorstandssprecher Karl-Heinz Gerstenberg und das Vogtländer Landesvorstandsmitglied Dieter Rappenhöner.
Ein Teil der Kritik gegen KARO bezieht sich offensichtlich darauf, wie der Verein versuchte, seine Recherchen zu belegen.
Skeptisch beurteilen die Bündnisgrünen die Idee, die notwendige Arbeit in Cheb/Eger anzusiedeln. "Das klingt einleuchtend, allerdings ist in der Vergangenheit offenbar geworden, dass weite Teile der tschechische Gesellschaft noch Schwierigkeiten haben, die Grenzprostitution als Problem anzunehmen", so die Bündnisgrünen.
Das sächsische Sozialministerium sieht die Fortführung der Förderung des grenzübergreifenden Sozialprojektes KARO nur bis zum Projektende am 12. Juni 2004 gerechtfertigt.
Seit 1994 betreibt KARO grenzüberschreitende Sozialarbeit auf dem Gebiet der Prävention bzw. Bekämpfung von HIV/ Aids, sexuell übertragbaren Krankheiten, Zwangsprostitution, Frauen- und Kinderhandel sowie kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern.

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