05.01.2001
Angst bei deutschen und tschechischen KFOR-Leuten
(DTPA/MT) BERLIN/PRAG: Auch in Deutschland und Tschechien haben KFOR-Soldaten jetzt Angst um ihre Gesundheit. Nach dem Leukämietod mehrerer italienischer NATO-Soldaten begannen Spekulationen über eventuelle Gesundheitsschäden durch den Einsatz im Kosovo.
Die Bundeswehr teilte gestern mit, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz im Kosovo Erkrankungen durch Reste von Uran-Munition erlitten haben. Bei Untersuchungen von Soldaten sind bislang keine Erkrankungen festgestellt worden, die auf Kontakte mit Uran belasteter Munition zurückzuführen seien. Die Untersuchungen laufen nach Bundeswehrangaben seit 1999 und umfassen einen repräsentativen Querschnitt der Truppe.
In Deutschland wurde mit der endgültigen Auswertung der Untersuchungsergebnisse ein neutrales wissenschaftliches Institut beauftragt. Der medizinische Abschlussbericht soll im Frühjahr 2001 vorliegen.
In Tschechien hat Verteidigungsminister Vladimir Vetchy den Generalstabschef der Tschechischen Armee Jiri Sedivy beauftragt, eine eingehende ärztliche Untersuchung bei allen Soldaten vorzunehmen, die an der KFOR-Mission im Kosovo teilgenommen hatten. Diese soll den Einfluss der atomaren Munition auf den Gesundheitszustand der tschechischen Soldaten feststellen.

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