25.02.2004
Sozialprojekt KARO - Förderung bis Juni 2004
(DTPA/MT) DRESDEN: Das sächsische Sozialministerium sieht die Fortführung des grenzübergreifenden Sozialprojektes KARO bis zum Projektende am 12. Juni 2004 gerechtfertigt. Zuvor hatte das Ministerium das Projekt prüfen lassen. In einer Pressemitteilung heißt es: „Der jetzt vorliegende Bericht zeigt, dass notwendige Kernaufgaben durch das Projekt erfüllt wurden und werden. Auch wenn viele konzeptionelle Mängel in der Arbeit von KARO vorliegen, kann die praktische Tätigkeit in den Kernbereichen als angemessen und erfolgreich eingeschätzt werden.“
Seit 1994 engagiert sich das Sozialprojekt KARO - Grenzüberschreitende Sozialarbeit, Prävention und Vernetzung als Beitrag zur Bekämpfung von HIV/ Aids, sexuell übertragbaren Krankheiten, Zwangsprostitution, Frauen- und Kinderhandel sowie kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern in der Euroregion Egrensis - im deutsch-tschechischen Grenzgebiet zwischen Plauen und Cheb. Initiiert als Landesmodellprojekt, wird seit dem Jahre 1996 die Förderung über INTERREG-Programme und eine Kofinanzierung durch das sächsische Sozialministerium sichergestellt.
Der Evaluationsbericht empfiehlt u.a., die Beratung und Betreuung in Zukunft stärker zu fokussieren. Dabei sollte der Ausgangsort für die Streetwork nach Cheb verlagert werden, um erstens näher an der Szene, aber auch näher an örtlichen Organisationen und Projekten zu sein, um zweitens Möglichkeiten zum Einwerben entsprechender EU-Projektmittel für dortige Einrichtungen und tschechisches Personal nach dem 1. Mai 2004 zu haben und um drittens sprachliche und kulturelle Unterschiede besser zu überwinden.

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