11.02.2004
Kulturstiftung der Vertriebenen zum Thema "Heimat"
(DTPA/MTL) KÖNIGSWINTER: Eine Tagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen befasst sich vom 3. bis 5. März 2004 in Königswinter mit dem Thema „Das Recht auf die Heimat - Grundsatzfragen und aktuelle Probleme - insbesondere im Hinblick auf die Ost-Erweiterung der Europäischen Union".
Der Begriff der "Heimat" wird je nach wissenschaftlicher Disziplin unterschiedlich definiert und je nach sprachlicher und kultureller Tradition unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Dennoch hat sich doch in den vergangenen Jahrzehnten, insbesondere angesichts der vielfachen Vertreibungen und "ethnischen Säuberungen", nicht nur in Deutschland die Auffassung gefestigt, dass jedem Menschen das "Recht auf die Heimat" zukomme.
Welche Fortschritte die Anerkennung dieses Rechts als Völkerrechtsprinzip in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat, nimmt die diesjährige staats- und völkerrechtliche Fachtagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in den Blick. Mögliche und notwendige Inhalte des Rechts auf die Heimat, wie das Vertreibungs- und Deportationsverbot, der Minderheiten- und Volksgruppenschutz, der Kulturgüterschutz, das Recht auf Eigentum und das Rückkehrecht werden dort thematisiert.
In welcher Weise das Recht auf die Heimat bereits Eingang gefunden hat in weltweit oder auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene geltende Rechtsnormen bzw. welche Defizite es hier noch gibt, wird ebenfalls Gegenstand der Untersuchung sein. Beispielhaft sollen schließlich konkrete Anwendungen des Rechts auf die Heimat in den vergangenen Jahren, etwa in Ungarn, Südtirol oder Zypern, aufgezeigt werden.

Tagungsprogramm und organisatorische Hinweise: http://www.kulturstiftung-der-deutschen-vertriebenen.de.

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