02.01.2001
Fernsehkriese dauert an - Streik ausgerufen
(DTPA/DH) PRAG: Die unabhängige Gewerkschaftsorganisation des tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens "Ceská Televize" (CT) hat gestern den Steik der Belegschaft ausgerufen.
Die Programme der beiden Sender CT1 und CT2 sollen auch während des Steikes aufrecht erhalten bleiben. Vom neuen Generaldirektor der Anstalt, Jiri Hodac, war dies zuvor mehrfach verhindert worden, indem er die täglich über das Analogsignal ausgestrahlten Nachrichten-Sendungen abschalten ließ. Seit Silvester läßt Hodac zudem die Büros des Nachrichtengebäudes durch einen privaten Wachdienst abschirmen.
Mit der Krise im öffentlich-rechtlichen Fernsehen beschäftigen sich heute die Vorsitzenden der im Parlament vertretenen Parteien im Lande. Lediglich die kommunistische Partei KSCM wird daran nicht teilnehmen. Oppositionführer Václav Klaus will dabei ein Acht-Punkte-Programm zur Beilegung der Krise vorlegen.
Journalisten in Tschechien sehen in Klaus den Hauptinitiator des TV-Kampfes, da der neue Generaldirektor Hodac Anhänger von Klaus´ ODS ist, der die Privatisierung des Senders will.

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