30.12.2000
Solidaritätserklärungen für CT aus dem Ausland
(DTPA/DH) PRAG: Die Internationale Journalistenföderation hat am Freitag die Beendigung des politischen Streits um die Zukunft des Tschechischen Fernsehens (CT) gefordert. Zur Lage im Sender hat sich auch die Europäische Journalistenföderation geäußert. Ihr Präsident Gustl Glattfelder stellte in seiner Erklärung fest, die Auseinandersetzung im Tschechischen Fernsehen betreffe Versuche, die Nachrichten im Programm politisch zu beeinflussen, zitiert der Tschechische Rundfunk.
Die Vorsitzende des Journalistenverbandes in Prag, Irena Valova, erklärte, sie habe mit Glattfelder über die Möglichkeiten seiner Organisation im Falle der Gefährdung des öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Tschechien verhandelt. Wenn die Mitarbeiter des Senders streiken werden, sei die Journalistenföderation bereit, Solidaritätsaktionen unter allen Beschäftigten aller europäischer öffentlich- rechtlicher Sender zu organisieren, so Valova.
Wie der Rundfunk weiter meldet, habe der Direktor Jiri Hodac im Streit um die Sender CT1 und CT2 bereits seinen Rücktritt angeboten, sei jedoch von der Oppositionspartei ODS um Vaclav Klaus daran gehindert worden.

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