20.01.2004
Entwicklung eines europäischen Kernraumes
(DTPA/MT) BRÜSSEL: Die Entwicklung eines europäischen Wirtschaftskernraumes in Mitteleuropa sowie die Anforderungen an die transeuropäische Verkehrsinfrastruktur und deren Realisierungsmöglichkeiten standen heute (20.01.) im Mittelpunkt einer vom Freistaat Sachsen gemeinsam mit dem Burgenland (Österreich) organisierten Podiumsdiskussion in Brüssel. Teilnehmer der Veranstaltung waren neben Staatssekretärin Andrea Fischer aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit die Europaabgeordnete Brigitte Wenzel- Perillo sowie Vertreter des Bereiches „Europäische Raumordnung und Fachplanung“ aus dem Sächsischen Innenministerium.
Vor dem Hintergrund der Revision der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V) und der EU-Erweiterung besteht die Chance, den Raum entlang der derzeitigen EU-Außengrenze und damit auch Sachsen zu einem europäischen Kernraum zu entwickeln. Um dies positiv zu beeinflussen, haben der Freistaat Sachsen und das Burgenland das INTERREG III B Projekt Sustrain Implement Corridor (SIC) initiiert. Durch dieses Projekt soll gemeinsam mit den Regionen der neuen Mitgliedstaaten Tschechische Republik, Polen, Slowakei und Ungarn die Wechselwirkung von Raumentwicklung und Ausbau des Infrastrukturnetzes im nördlichen Teil des paneuropäischen Verkehrskorridors IV (Dresden – Prag – Wien – Budapest) untersucht werden, um langfristig die richtigen Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen zu geben. Zusätzlich wurde von Sachsen im Rahmen von SIC eine vergleichende Untersuchung zur Wirkung von Hochgeschwindigkeitsverkehrssystemen veranlasst, in die auch die Technische Universität Dresden eingebunden ist.
Die heutige Veranstaltung war eine Fortsetzung der Podiumsdiskussion „EU-Erweiterung - Anforderungen an die Raum- und Verkehrspolitik“, die am 8. Oktober 2002 am gleichen Ort unter Beteiligung des sächsischen Innenministers Horst Rasch stattfand.

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