05.12.2003
Schon jetzt Ärztemangel im Erzgebirge
(MT) DRESDEN/ AUE. In Sachsen herrscht teilweise schon heute ein Ärztemangel. Im stationären Bereich betrifft das laut einer umfassenden Analyse des Sozialministeriums insbesondere einige Krankenhäuser im grenznahen Raum und in den Landkreisen Aue- Schwarzenberg, Mittweida und Mittleres Erzgebirge.
Alexander Krauß, Kreisvorsitzender der Jungen Union (JU) im Landkreis Aue- Schwarzenberg, hat im Ergebnis der vorliegenden Analyse eine Diskussion angeregt. Die Gemeinden könnten beispielsweise darüber nachdenken, ob sie künftig jungen Ärzten kostengünstig Räume in ehemaligen Schulen oder Kindergärten vermieteten. Auch die Idee einer Finanzspritze für junge Ärzte sei begrüßenswert, so der JU-Chef. Eine Arbeitsgruppe des Sozialministeriums hatte sich für eine Investitionszulage von 100.000 Euro je Arzt und eine bessere Bezahlung für die Behandlung ausgesprochen. Im Gegenzug müssten sich die Ärzte verpflichten, sich mindestens zehn Jahre in der Region niederzulassen.
Schon jetzt fehlten 21 Hausärzte im Kreis. Ohne Hilfe sieht Krauß sieht weitere Verschärfung des Problems: „Weil die meisten Mediziner zwischen 58 und 64 Jahren alt sind, wird sich das Problem wohl noch zuspitzen.“
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