02.12.2003
Projekt KARO in Frage gestellt
(DTPA/MT) DRESDEN: Das sächsische Sozialministerium lässt das geförderte grenzüberschreitende Sozialprojekt KARO überprüfen. Auf Grund der durch KARO eingereichten Zwischen- und Jahresberichte hätte eingeschätzt werden müssen, dass mehrere und vor allem die innovativen Zielstellungen des Förderzeitraumes nicht erfüllbar scheinen. Um eine genauere Aussage treffen zu können, in wieweit das Projekt-Team KARO die gestellten Ziele noch umsetzen kann und welche Verbesserungen für die Projektarbeit notwendig sind, wird das gesamte Unternehmen derzeit wissenschaftlich durch Mitarbeiter der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit in Dresden evaluiert. Mit der Vorlage des Evaluationsberichtes ist Ende Januar 2004 zu rechnen.
Seit dem Jahre 1994 wurden durch INTERREG (EU-Förderung) und das Sächsische Staatsministerium für Soziales mehrere Projekte des Projekt-Teams KARO gefördert. Ursprüngliche Hauptaufgabe des Projekt-Teams war die Prävention von HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten durch grenzüberschreitende Streetwork, weshalb auch das sächsische Sozialministerium die Kofinanzierung für diese gesundheitspolitisch wichtige Aufgabe übernahm.
Mit jeder neuen Antragstellung für diese INTERREG-Förderung wurden durch das Projekt-Team neue, innovative Zielstellungen nachgewiesen. So entwickelte sich das Projekt in unterschiedliche Richtungen weiter, widmete sich in großem Umfang Themen wie Frauenhandel, Kinderprostitution sowie illegalen Drogen.
Laut Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidiums Chemnitz als Bewilligungsbehörde vom 18. September 2002 beträgt die Förderung in der aktuellen Förderperiode insgesamt rund 540.000 Euro . Davon stammen rund 405.000 Euro (75 %) aus sächsischen Mitteln der Gemeinschaftsinitiative Interreg III A. Der Rest wird durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales kofinanziert. Der Förderzeitraum endet am 12. Juni 2004.

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