21.12.2000
Klestil: Temelín und EU-Beitritt nicht verbinden
(DTPA/DH) PRAG: Die Inbetriebnahme des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín soll nicht Gegenstand
der EU-Beitrittsverhandlungen Tschechiens werden. Darauf einigten sich die Präsidenten der
Tschechischen Republik und Österreichs Vaclav Havel und Thomas Klestil gestern in Prag.
Bilaterale Probleme sollten freundschaftlich und nachbarschaftlich gelöst werden, sagte Klestil. Havel erklärte sein Verständnis für die Sorgen der österreichischen Bevölkerung, fügte jedoch zugleich hinzu,dass Grenzblockaden nicht dienlich seien und eine schädliche Form des Protests darstellten. Wie bereits vor dem Treffen im österreichischen Melk beschlossen wurde, wird das AKW Temelin unter Aufsicht der EU mehreren Prüfungen unterzogen werden.
Wie Tageszeitungen in Prag melden, blockiere Wien trotz der aktuellen Vereinbarungen und
laufenden Verhandlungen beider Staaten weiterhin die Beitrittsgespräche Tschechiens. Am Dienstag soll Österreich verhindert haben, einen gemeinsamen Standpunkt zum Thema
"Energie" zu formulieren.

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