21.11.2003
Mertens: Förderprogramm "Marco Polo" nutzen
(DTPA/MT) DRESDEN: "Der Kombinierte Verkehr kann dazu beitragen, dass sich in den osteuropäischen Ländern die jahrzehntelange Fehlentwicklung in den EU-Staaten zu Lasten von Schiene und Wasserstraße nicht wiederholt." Das sagte Angelika Mertens, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Donnerstag (20.11.) anlässlich des Internationalen Workshops "Kombinierter Verkehr in Richtung Osteuropa - die notwendige Alternative zum Straßengüterverkehr" in Dresden. Im Zuge der EU-Osterweiterung sei mit einer Erhöhung der Transportweiten zu rechnen. Obwohl sich deshalb die Verknüpfung von Straße, Schiene und Wasserstraße, der Kombinierte Verkehr, anbieten würde, seien die Prognosen schlecht.
Gegenwärtig sei der Kombinierte Verkehr zwischen West- und Osteuropa noch keine wettbewerbsfähige Alternative zum Straßengüterverkehr. Die Niveauunterschiede beim Entwicklungsstand des Kombinierten Verkehrs in den ost- und westeuropäischen Ländern seien auszugleichen und der Kombinierte Verkehr leistungsmäßig zu verbessern, betonte Mertens.
Die Staatssekretärin machte auf das am 3. August 2003 gestartete EU-Förderprogramm "Marco Polo" aufmerksam. Damit werden grenzüberschreitende Verkehrslösungen, die eine Alternative zum Straßengüterverkehr bieten, finanziell unterstützt. Im Rahmen des so genannten ersten "Calls" besteht die Möglichkeit, bis zum 10. Dezember 2003 an die EU-Kommission Projektvorschläge für "Marco Polo" zu senden. Mertens appellierte an die Wirtschaft, diese Fördermöglichkeit zu nutzen.

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