14.11.2003
7,5 Mio. Euro für grenzüberschreitende Projekte
(DTPA/MT) DRESDEN: Die Mitglieder der Regionalen Lenkungsausschüsse Interreg III A haben in ihren beiden Sitzungen am 13. November 2003 insgesamt 25 Projekte zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit bestätigt. Damit werden rund 7,5 Millionen Euro EU-Mittel im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Interreg III A umgesetzt. Die Gesamtkosten der 25 Vorhaben belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro.
Im gemeinsamen sächsisch-tschechischen Grenzraum wurden insgesamt 17 Projekte mit einem Volumen von rund 11,6 Millionen Euro (davon rund 6,4 Millionen Euro Interreg III A-Mittel) bestätigt.
• Im Maßnahmebereich Wirtschaft wurde zwei Projekten die Zustimmung erteilt. Unter anderem wird vom Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau e.V. eine Machbarkeitsstudie zum „Aufbau eines Kompetenzzentrums Maschinenbau“ erstellt. Eine weitere Machbarkeitsstudie wird zur Entwicklung eines sächsisch-tschechischen Netzwerkes „Altfahrzeugrecycling“ durchgeführt.
• Im Bereich Tourismus wird eine Projektstudie „Parallelhof Nordstraße“ vom „Gesundes Wohnhaus“ e.V. in Seifhennersdorf mit Interreg III A – Mitteln finanziell unterstützt.
• Im Bereich Umwelt wurden zwei grenzübergreifende Projekte bestätigt. Unter anderem wird ein Abwasserhauptsammler von Verdichtungsgebieten im Wirkungskreis des Zweckverbandes Abwasserbeseitigung Obere Mandau ausgebaut. Bestätigt wurden zudem Vorhaben des Immissions- und Klimaschutzes. Einzelantragsteller erhalten eine Förderung für die Umstellung ihrer Heizungen im Grenzraum.
• Im Maßnahmebereich Ländliche Entwicklung wurde der Förderung von fünf Projekten zugestimmt. So werden von der Technischen Universität Chemnitz Rahmenerfordernisse halmgutartiger Biomasse erarbeitet und die Weiterverarbeitung zur energetischen Nutzung untersucht. Der Museumsverein Schneckenstein e.V. wird ein vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum am einzigen Topasfelsen Europas errichten. Weiterhin werden die Straßen- und Wegenetze der Ortslagen Oybin und Lückendorf zu den Grenzübergängen Hain-Krompach und Petrovice ausgebaut. Die Stadt Schlettau wird bei der Errichtung des deutsch-tschechischen Naturschutzzentrums „Am Sauwald“ finanziell unterstützt.
• Im Maßnahmebereich Bildung und Qualifizierung fanden vier Projekte die Zustimmung der Mitglieder des Regionalen Lenkungsausschusses. Bestätigt wurde ein Projekt des Medien Cooperative audioscop e.V. zur Schaffung einer deutsch-tschechischen Kommunikationsplattform. Die Sächsische Aufbau- und Qualifizierungsgesellschaft mbH wird ein Kooperationsnetzwerk zur regionalen Fach- und Arbeitskräfteentwicklung „Nördliches Vogtland“ gründen. Das bestätigte Vorhaben „Umwelttechnik verbindet Jugend grenzüberschreitend“ umfasst Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Umwelttechnik, Elektronik und Solartechnik. Medien-Qualifikationsseminare sollen die grenzübergreifende Fortbildung auf dem Gebiet neuer Entwicklungen in den Bereichen Fernseh- und Videoproduktionen, Medientechnologien und TV-Produktion in der Euroregion Elbe/Labe unterstützen.
• Im Bereich der soziokulturellen Entwicklung wurde den Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Neue Nachbarschaften – Dialog der Kulturen“ zugestimmt. Außerdem werden die Tschechischen Kulturtage in Dresden und der Euroregion Elbe/Labe in den Jahren 2004 und 2005 mit Interreg III A – Mitteln finanziell unterstützt. Bestätigt wurde auch das Projekt „Euregioakademie Vogtland“ der Initiative Kunstschule Plauen – Zentrum für interdisziplinäre Gestaltung e.V. Das Projekt verkörpert die Weiterentwicklung eines Modellvorhabens, das aus Interreg III A – Mitteln finanziert wurde und wird in enger Kooperation mit der Westböhmischen Universität Pilsen durchgeführt.
Im gemeinsamen sächsisch-niederschlesischen Grenzraum gab es für acht Projekte grünes Licht. Die Gesamtkosten der Vorhaben umfassen 3,4 Millionen Euro, der Anteil an Interreg III A – Mitteln (EU-Mittel) umfasst dabei rund 1,1 Euro.
Für den Förderzeitraum 2000 bis 2006 stehen dem sächsisch-niederschlesischen Interreg III A – Programm 44 Millionen Euro und dem sächsisch-tschechischen Programm rund 176 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung. Projektvorschläge mit grenzüberschreitender Wirkung können jederzeit in den Geschäftsstellen der vier sächsischen Euroregionen eingereicht werden. Hinweise zu den Kontaktdetails und Informationen zum Antragsverfahren erhalten alle Interessierten auf der Website von Interreg III A unter http://www.interreg3a.sachsen.de.
Die
Regionalen Lenkungsausschüsse Interreg III A werden von der Sächsischen Staatskanzlei geleitet. Die sächsische Delegation setzt sich zusammen aus Vertretern aller sächsischen Ministerien sowie den Euroregionen. Die tschechische Delegation steht unter der Leitung des tschechischen Ministeriums für Regionalentwicklung. Dem niederschlesischen Marschallamt obliegt die Leitung der niederschlesischen Delegation.

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