10.11.2003
Außenwirtschaftsbeirat fordert Reformen
(DTPA/MT) DRESDEN: Der Außenwirtschaftsbeirat im Freistaat Sachsen hat in Hinblick auf die EU-Osterweiterung grundlegende Reformen in Deutschland gefordert. Es müssen Arbeitsmarkt, soziale Sicherungssysteme und das Steuersystem radikal erneuert werden, heißt es in einer heute veröffentlichten „Dresdner Erklärung“. „Die sächsischen Unternehmen sind bereit und entschlossen, sich einem neuen, durch mehr Wettbewerb geprägten Markt zu stellen.“
Nach Ansicht des Außenwirtschaftsbeirates sei der Arbeitsmarkt in Deutschland in einem Maße überreguliert, „das Unternehmen zunehmend vor Investitionen und Neueinstellungen zurückschrecken lässt.“ Zudem forderte das politisch unabhängige und frei von Verbandsinteressen agierende Sachverständigengremium die Gewerkschaften auf, sich künftig bei Tarifforderungen zurückzuhalten und sich an den spezifischen wirtschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Unternehmen zu orientieren.
Der Außenwirtschaftsbeirat berät den sächsischen Wirtschaftminister in Fragen der Außenwirtschaft und gibt Anregungen für die Außenwirtschaftspolitik.

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