03.11.2003
In Pirna wird gute Nachbarschaft praktiziert
(DTPA/MT) PIRNA: Die tschechische Kultusministerin Dr. Petra Buzková besuchte heute in Pirna das Schiller-Gymnasium. Dort gibt es einen deutsch-tschechischen Ausbildungsgang. Im Gespräch mit dem sächsischen Kultusminister Prof. Dr. Karl Mannsfeld ging es um Erfahrungen und Perspektiven dieses deutschlandweit einmaligen Schulprojektes.
Der binationale Bildungsgang, der jeweils 15 deutsche und tschechische Schülerinnen und Schüler von der siebenten Klasse an gemeinsam zum Abitur führt, wurde 1998 eingerichtet. Für ihn entschieden sich bisher 180 tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler. Zum Ende des laufenden Schuljahres wird erstmals das Abitur abgelegt.
Ministerin Buzková informierte sich beim Lehrerkollegium wie bei Schülerinnen und Schüler über ihre konkreten Erfahrungen. Kultusminister Mannsfeld wies auf die begonnene Zusammenarbeit tschechischer und deutscher Lehrkräfte bei Fragen der Qualitätsentwicklung von Schule hin. So seien die tschechischen Kollegen etwa am sächsischen "Schulporträt" interessiert, mit dessen Hilfe alle Interessierten sich im Internet über das spezielle Profil und besondere Angebote der jeweiligen Schule informieren können.
Der Minister: "Die Frau Ministerin und ich sind übereinstimmend der Meinung, dass die Arbeit am Schiller-Gymnasium eine gute Sache ist und jede Unterstützung verdient. Gerade mit Blick auf die bevorstehende EU-Erweiterung im nächsten Mai ist in Pirna zu sehen, wie konkrete und zukunftsorientierte Nachbarschaft im Bereich Schule praktiziert wird.

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