02.10.2003
Mit Projektideen Klausurtagung beendet
(DTPA/MT) OBERWIESENTHAL: Mit dem Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union werden sich auch die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Euroregion „Erzgebirge-Krusnohori“ ändern. Denn ab Mai 2004 werden Tschechien und Polen in das europäische Förderprogramm Interreg III –A integriert und sollen künftig gemeinsam mit den jeweiligen deutschen Partnern die Verantwortung für die Projektarbeit tragen. Dies bedeutet nichts anderes, als dass nunmehr beide Partner zusammen entscheiden müssen, wohin die begehrten Fördergelder fließen werden. Doch so leicht, wie es sich anhört, ist die Sache nicht, referierte Stephan Brauckmann, Referatsleiter Interreg in der Sächsischen Staatskanzlei vor den Teilnehmern der 1. Klausurtagung der Euroregion „Erzgebirge-Krusnohori“ am 29. und 30. September im Hotel „Am Fichtelberg“ in Oberwiesenthal. Schließlich müssen unterschiedliche Strukturen, Rechtsgrundlagen und Kompetenzen einander angepasst werden, Förderrichtlinien abgestimmt und ein effizientes Auswahlverfahren gefunden werden.
Bis 2006 stehen dem Freistaat Sachsen 87,36 Mio. Euro für den weiteren Ausbau der Beziehungen zu Tschechien zur Verfügung. Die tschechischen Partner erhalten im Gegenzug 9,9 Mio. Euro von der europäischen Union. Und so nutzten denn sowohl der stellvertretende tschechische Außenminister Rudolf Jindrak als auch der sächsische Staatsminister Stanislaw Tillich (Bild) die Gunst der Stunde und warben für die Fortsetzung der in der Euroregion „Erzgebirge-Krusnohori“ geleisteten guten Arbeit in den vergangenen Jahren. „Sie sei ein unverzichtbares Instrument, um die Menschen im grenznahen Raum einander näher zubringen und Ängste abzubauen“, meinte Stanislaw Tillich, der Chef der Sächsischen Staatskanzlei.
Als für beide Seiten fruchtbringend, stellte er die bereits existierende Kooperation im wirtschaftlichen Bereich vor. Auf dem Gebiet des Maschinenbau, der Automobil-Zulieferindustrie, in der Textilveredlung sowie in der Umweltindustrie werde bereits erfolgreich kooperiert, erwähnte Tillich und verwies darauf, dass dadurch nicht selten auch Arbeitsplätze entstanden seien. Er hab die Normalität in den Beziehungen innerhalb der Euroregion hervor und ermunterte die anwesenden deutschen und tschechischen Arbeitsgruppenvertreter zu neuen Projektideen. Diese begannen in den einzelnen Workshops mit der eigentlichen Arbeit und realisierten damit eine Idee, die zum 10-jährigen Jubiläum der Euroregion „Erzgebirge“ im November des vergangenen Jahres geboren worden war. Damals stand vor allem der Gedanke Pate, mit den Workshops die Arbeit der Arbeitsgruppen zu vernetzen und Informationen innerhalb der Gruppen auszutauschen. „ Dieses Ziel haben wir erreicht“, zog Beate Ebenhöh ein positives Fazit der Klausurtagung. „Es sind einige neue und interessante Projektideen geboren worden, die es nun zu konkretisieren gilt. Außerdem diente die Veranstaltung dem Gedankenaustausch der einzelnen Arbeitsgruppen, die sich nun öfter in diesen übergreifenden Fachbereichen treffen wollen. Wichtig ist, dass der Impuls, der von der Klausurtagung ausgegangen ist, eine kontinuierliche Fortsetzung in der Arbeit der Arbeitsgruppen findet.“
Mit einer Abschlussdokumentation wird die Geschäftsstelle der Euroregion die Klausurtagung noch einmal zusammenfassen. In zwei Jahren, so der Wunsch vieler Arbeitsgruppenmitglieder, soll der ersten eine zweiter Veranstaltung folgen.
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