07.03.2000
Grenzüberschreitende Wanderung mit Tradition
(DTPA) SCHLETTAU: Der Förderverein Schloss Schlettau e.V. veranstaltet in diesem Jahr seine vierte grenzüberschreitende Traditionswanderung. Wie vom Veranstalter zu erfahren war, können sich diesmal die Wanderfreunde am 27. Mai auf Schusters Rappen begeben. Gewandert wird von der Burg Hassenstein in Böhmen bis zum Schloss Schlettau in Sachsen. Die 40 Kilometer lange Wegstrecke führt entlang der alten Handels- und Salzstraße.
Das Erzgebirge wurde im 12. Jahrhundert besiedelt. Für die Menschen war es zu dieser Zeit ein Urwald. In alten Aufzeichnungen wurde das Erzgebirge deswegen als Miriquidi (Dunkelwald) bezeichnet. Die ältesten Wege über das Gebirge waren die Salzstraßen. Auf diesen wurde Salz von Halle nach Prag transportiert und Erzeugnisse aus Böhmen in den Norden. Alte Steige wurden mit der Besiedlung und dem beginnenden Silberbergbau zu Fahrwegen ausgebaut. Wichtigstes Handelsgut blieb aber bis in die Zeit des 16./17. Jahrhunderts das Salz.
Die Salzstraße als einer der ältesten Verkehrswege führt heute durch eine reizvolle Landschaft. Die "Grenzüberschreitende Wanderung" vom Förderverein Schloss Schlettau e.V. beginnt in diesem Jahr an der Burg Hassenstein. Sie führt über die Stationen Volyne, Rusova, Krystovy Hamry, Cerny Potok, Jöhstadt, Kühberg, Bärenstein und Cranzahl bis zum Schloss Schlettau. Ein Bustransfer von Schlettau nach Misto/Burg Hassenstein wird vom Veranstalter organisiert. Interessenten bekommen unter Telefon (0 37 33) 6 60 19 weitere Informationen zum Ablauf der Wanderung.

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