04.03.2000
EUREGIO EGRENSIS zieht Bilanz
(DTPA) BAD BRAMBACH: Verantwortliche der EUREGIO EGRENSIS berichteten gestern in Bad Brambach über ihre Arbeit während der letzten Monate und gaben einen Überblick über die zukünftigen Aufgaben in der Grenzregion. Die EUREGIO EGRENSIS vereint Grenzgebiete in Sachsen, Bayern und Tschechien. In jedem der beteiligten Länder ist eine Arbeitsgruppe tätig.
Dr. Tassilo Lenk, Landrat im Vogtlandkreis und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Vogtland/Westerzgebirge e.V., verwies in seinem Bericht darauf, dass "wir mit den Menschen von unten heraus Europa gestalten müssen." In den Euroregionen geht es nach Lenk jetzt darum, "zu beweisen, dass wir zusammen leben wollen und zusammen leben müssen". Dr. Tassilo Lenk sprach sich dafür aus, ein gewolltes Miteinander zu praktizieren. Mit Stolz erinnerte er an die 25 INTERREG-II-Projekte, die im Vogtland und dem Erzgebirge zustande kamen.
Für Dr. Birgit Seelbinder, Oberbürgermeisterin der Stadt Marktredwitz und Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayern e.V., brachte das zurückliegende Jahr erneut große Herausforderungen mit sich: "Ein wichtiger Schwerpunkt der euregionalen Arbeit war im Jahr 1999 von der Einbindung der EUREGIO EGRENSIS in das grenzüberschreitende Raumkonzept INTERREG III / PHARE-CBC geprägt, das unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen in enger Abstimmung mit allen berührten Ressorts der Bayerischen Staatsregierung erstellt wurde und im Dezember 1999 in Eger/Cheb der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die EUREGIO EGRENSIS hat die Möglichkeit der Mitarbeit intensiv wahrgenommen und hat über die Diskussion in allen bayerischen und gemeinsamen Arbeitskreisen eine Vielzahl von Projekten in allen Strukturbereichen eingebracht."
Auch Jan Hornik, Bürgermeister von Bozi Dar/Gottesgab und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Böhmen, sieht sich auf dem richtigen Weg. In Bad Brambach resümierte er: "Die Arbeit in der Euroregion hat in Böhmen etwas gehinkt. In den letzten zwei Jahren wurde die Arbeit aber effektiviert." Es wurden zwei neue Infostellen in Cheb/Eger und Karlovy Vary/Karlsbad geschaffen. "Die Kollegen sind professioneller geworden. Und ich hoffe, dass wir heute gleichwertige Partner sind", so Hornik weiter.
Die EUREGIO EGRENSIS will Projekte für die Region umsetzen sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern und mitgestalten. Die EUREGIO EGRENSIS hat Büros in Marktredwitz, Plauen, Karlovy Vary und Cheb.

Copyright © 2000 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!