15.07.2003
Flath: "Grünes Band" europaweit
(DTPA/MT) DRESDEN: Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath unterstützt die Idee des Bundesamtes für Naturschutz, das sogenannte "Grüne Band" entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf ganz Europa auszudehnen. "Eine Ausdehnung von der Adria über Russland bis Finnland könnte entscheidend dazu beitragen, zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben zu retten", sagte Flath auf einer internationalen Fachkonferenz des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn.
Flath sprach sich ebenso wie der Präsident des Bundesamtes, Hartmut Vogtmann, dafür aus, den ehemaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, als Schirmherrn für dieses Projekt zu gewinnen.
Im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze konnte sich aufgrund der Abgeschiedenheit und fehlenden Nutzung über Jahrzehnte ein zusammenhängendes Band von wertvollen Lebensräumen entwickeln, das heutige "Grüne Band". Es reicht von der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bis in das Dreiländereck Sachsen-Bayern-Tschechische Republik. Es umfasst den 50 bis 200 Meter breiten ehemaligen "Todesstreifen" und hat eine Gesamtlänge von 1393 Kilometern und eine Gesamtfläche von 194 Quadratkilometern. Knapp die Hälfte der Fläche des "Grünen Bandes" besteht aus gefährdeten Lebensräumen. Etwa 160 gefährdete und zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten finden sich in diesem ehemaligen Grenzbereich.

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