02.03.2000
Nach einem Jahr NATO gemeinsame Projekte
(DTPA) KÖNIGSHOFEN/CHOMUTOV: Tschechien ist seit einem Jahr Mitglied in der NATO. Unter der tschechischen Bevölkerung war der NATO-Beitritt seinerzeit nicht unumstritten. In Umfragen hatte sich vor einem Jahr jeder dritte Tscheche dagegen ausgesprochen. Für die tschechischen Medien war die NATO-Aufnahme mehrfach Grund, um sich mit der tschechischen Armee zu befassen. Die tschechischen Journalisten waren sich 1999 in ihren Artikeln einig darüber, dass in der Armee ein großer Nachholebedarf besteht. Die "Prager Zeitung" titelte dann auch: "Freue Dich, NATO, Schwejk kommt ...".
Nach einem Jahr hat das Medieninteresse nachgelassen. Die Kooperation der tschechischen Armee mit anderen NATO-Armeen nimmt dagegen konkrete Formen an. Im Rahmen von einem Grenzkontakt-Programm wird beispielsweise zwischen den tschechischen und deutschen Luftwaffenverbänden regelmäßig Personal ausgetauscht. Jüngst waren Vertreter der Radarführungsabteilung 23 Lauda-Königshofen bei der 41. Radiotechnischen Brigade in Chomutov. Seit 1999 bestehen partnerschaftliche Beziehungen zwischen beiden Verbänden. Die 41. Radiotechnische Brigade Chomutov muss sich in den nächsten Jahren einer taktischen Überprüfung durch die NATO unterziehen. Ihre deutschen Partner von der Radarführungsabteilung 23 haben dem tschechischen Verband ihre Unterstützung für die Vorbereitungen zugesagt. Neben der Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet beginnt sich zwischen Chomutov und Königshofen auch ein kulturelles Miteinander zu entwickeln. Für die Bürgermeister beider Städte ist ein Schüleraustausch denkbar.
Tschechien ist seit dem 12. März 1999 NATO-Mitglied. Tschechien wurde damals gemeinsam mit Polen und Ungarn in das Militärbündnis aufgenommen.

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