27.06.2003
Observationseinheiten und Sprengstoffexperten
(DTPA/MT) DRESDEN: Erneut haben tschechische, polnische und sächsische Polizeibeamte des LKA Sachsen in Anlehnung an die erste gemeinsame Großübung "Dreiklang I" im November 2001 am 24./25. Juni 2003 die zweite Auflage einer grenzüberschreitenden Großübung unter dem Namen "Dreiklang II" durchgeführt. Diesmal galt es eine sich über die Staatengrenzen entwickelnde Erpressungslage zu bewältigen. Beteiligt waren über 200 Polizeibeamte aus Polen, Tschechien und Sachsen. Mit der Vorbereitung war ein gemeinsamer Planungsstab betraut.
Durch professionelles Vorgehen der Einsatzkräfte in den unterschiedlichen Bereichen, sei es bei den Spezialdiensten und -einheiten, den Computerexperten, den Ermittlungsabschnitten oder dem Einsatzabschnitt internationale Rechtshilfe konnte die Übung mit der Festnahme der Täter auf deutschem und tschechischem Gebiet erfolgreich beendet werden.
Das Ergebnis der jetzigen Großübung, aber auch im Vorfeld durchgeführte Workshops und andere spezielle Übungen gelten gleichzeitig als Grundlage für weitere Expertengespräche, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die tägliche Praxis bei der grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung einfließen zu lassen bzw. diese noch weiter zu optimieren.
Die Übung wurde durch das Sächsisches Staatsministerium des Innern aus Mitteln des EU-Programms "Interreg IIIa" mitfinanziert. Ziel des Programms ist, die grenzüberschreitende Regionalentwicklung zu stärken und dauerhafte grenzüberschreitende Verbindungen aufzubauen. Damit sollen unter anderem das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in der Grenzregion erhöht und die fachliche Qualifikation der Polizei in Tschechien, Polen und Sachsen sowie die Kooperation der Strafverfolgungsbehörden verbessert werden.

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