24.06.2003
II. Festival tschechischer Kunst und Kultur
(DTPA/MT) BERLIN: Am Mittwoch (25.06.03, 20.00 Uhr ) ist im Rahmen des II. Festivals tschechischer Kunst und Kultur in Berlin die Staatsoper Prag zu Gast. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt (Kleiner Saal) steht die Tanzproduktion Pavel Smok/ Zbynek Mateju: "Golem" und "Don Juan" auf dem Programm. Eine Prager Legende, die auf diese Weise sehr lebendig die Nachbarn in Europa über die Seele des unmittelbaren Nachbarn informiert.
In der mittelalterlichen Legende versucht Rabbi Löw im Prager Ghetto einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Diese am häufigsten verbreitete Version der Golemgeschichte erzählt, der Rabbiner habe aus Lehm einen Körper geformt, und ihn dann mit einer Zauberkugel ("Schem") belebt. Was Golem an körperlicher Kraft zu viel hat, fehlt ihm allerdings an Geist. Er wurde geschaffen, um ein arbeitsamer Hausdiener zu werden. Mit der Zeit wird jedoch ersichtlich, dass sich Golem den Vorsätzen seines Schöpfers zu entziehen beginnt. Er weigert sich immer öfter, einen Auftrag zu erfüllen. Schließlich verliebt er sich sogar in die Tochter des Rabbiners. In einem Wutanfall beginnt er alles zu zerschlagen und darauf auch Menschen zu bedrohen. Golem muss schließlich vernichtet werden.
Das Thema ist vor dem Hintergrund der heutigen Versuche, künstliche Wesen durch Computerintelligenz, Klonen oder Roboter zu erschaffen, höchst aktuell.

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