24.06.2003
Erzgebirgsbahn präsentiert sanierte Bahnstrecke
(DTPA/FM) JOHANNGEORGENSTADT: Pünktlich seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 fahren wieder Züge auf der 56 Kilometer langen Strecke zwischen Zwickau und Johanngeorgenstadt. Zuvor hatte die Erzgebirgsbahn die Verbindung zur deutsch-tschechischen Grenze intensiv saniert.
Doch erst ein halbes Jahr später, am 20. Juni 2003, organisierte die DB-Tochter eine Präsentationsfahrt. So lange hatte sich die endgültige Fertigstellung der Strecke verzögert. Schuld war die „Jahrhundertflut“, die auch im Schwarzwasser- und Muldental ihre Spuren hinterließ. Drei Millionen Euro forderte das Hochwasser zusätzlich zu den Kosten der regulären Baumaßnahmen, hinzu kamen logistische Probleme beim Bau durch unterspülte Gleise oder Brückenschäden.
Während der Präsentationsfahrt spielten die Hochwasserschäden aber nur eine Nebenrolle. Vor den Vertretern des Wirtschaftsministeriums, des Regierungspräsidiums und unter den Augen von Sachsens Bahnchef Lücking stand das Neugeschaffene seit Beginn der Sanierung 1999 im Mittelpunkt. Dazu zählen der Umbau der Bahnhöfe Aue und Schlema, Erneuerung großer Teile der Strecke, die Sanierung von Brücken und des Schlemaer Tunnels sowie der Rückbau eines Gleises ab Schlema Richtung Erzgebirgskamm. Durch den gewonnenen Platz konnten Kurvenradien vergrößert und die Streckengeschwindigkeit angehoben werden. Die klimatisierten Triebwagen der Baureihe VT 642 fahren jetzt bis zu 80 km/h schnell durch die Täler.
Von Schwarzenberg aus ist die Bahn innerhalb einer dreiviertel Stunde in Zwickau und damit eine echte Alternative zum Auto. So kann die DB-Tochter bereits jetzt die Früchte ihrer Investitionen in Form von gestiegenen Fahrgastzahlen ernten: Zur Zeit sind etwa 1000 Reisende pro Tag auf der Strecke unterwegs.
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