01.12.2000
Temelín übt den Ernstfall
(DTPA/DH) PRAG/TEMELÍN: Im südböhmischen Atomkraftwerk Temelín fand gestern eine Übung statt, deren
Annahme eine Havarie mit der Gefahr eines Austritts von Radioaktivität war. Das berichtet die österreichische Tageszeitung "Kurier". Die Übung hatte bereits in den frühen Morgenstunden mit Sirenengeheul begonnen. Nach Angaben des Atomkraftwerksprechers Milan Nebesar sieht die
Probe auch die Vorbereitung zur Evakuierung bestimmter Objekte in der nahe gelegenen Stadt Tyn nad Vltavou (Moldauthein) vor. An der Übung beteiligen sich die Krisenstäbe Temelins sowie des umliegenden Landkreises.
Die Leistung des Reaktors liegt derzeit bei 0,5 Prozent, wobei in der laufenden Etappe zwölf
Prozent der Leistung erreicht werden sollten, zitiert das Blatt den Sprecher. Die Mitarbeiter des AKWs würden den Reaktor bereits für den Anschluss ans Netz vorbereiten, damit die ersten
Stromlieferungen erfolgen könnten. Dies werde in der nächsten Etappe der Inbetriebnahme - bei
einer Leistung von 30 Prozent - stattfinden, so Nebesar.


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