28.05.2003
Offener Brief zum Bundesverkehrswegeplan
(DTPA/MT) ERZGEBIRGE: Die Region Erzgebirge verbunden im Regionalmanagement der Landkreise Annaberg, Aue- Schwarzenberg, Freiberg und des Mittleren Erzgebirgskreises hat sich zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes Ende April 2003 gemeinsam positioniert. Diese gemeinsame Position zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen schickten die Landräte als offenen Brief an Bundesverkehrsminister, Dr. Manfred Stolpe, den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt, an das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie an den Regierungspräsidenten des Regierungsbezirkes Chemnitz.
Im Vorfeld forderten die Landkreise den Ausbau der im Regionalen Entwicklungs- und Handlungskonzept Erzgebirge als Kernstraßennetz vorgeschlagenen Verkehrsverbindungen. Sie seien der entscheidende Faktor zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse, für den Substanzerhalt und die weitere Entwicklung der vielfältigen Industrie, des Tourismus, der Handwerksbetriebe und die Chance für Neuansiedlungen. Unverzichtbar sind dabei die Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan.
Sie begrüßten den vorliegenden Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes, da die mit vordringlichem Bedarf eingeordneten Straßen die wichtigsten Vorhaben aus dem Kernstraßennetz der Region widerspiegeln.
Darüber hinaus fordern die Unterzeichner die Verlängerung der B 93 als grenzüberschreitende Trasse bis zur Tschechischen Grenze. Des Weiteren sollen beispielsweise die Ortsumgehung Oederan der B 173 und die Trassenverlegung Ortsumgehung Reitzenhain als Gesamtmaßnahme B 174 in den vordringlichen Bedarf eingeordnet werden.
Außerdem bestehen die Verantwortlichen auf schnellstmögliche Planung und Realisierung der für die Entwicklung der Erzgebirgsregion bedeutsamen Querverbindung der B 101 Aue- Schwarzenberg- Annaberg- Freiberg.
Gleichzeitig verfassten sie gemeinsam ein Papier zur uneingeschränkten Offenhaltung der LKW-Abfertigung am Grenzübergang Reitzenhain. Momentan seien die Bedingungen des grenzüberschreitenden Verkehrs entlang der sächsischen Grenze nicht geeignet, aus der EU-Ostererweiterung eine Chance für die Erzgebirgsregion zu machen.
Mit diesem offenen Brief fordern die Landräte die Staatsregierung auf, die Position der Erzgebirgsregion in den Verhandlungen mit dem Bund einzubringen und darüber hinaus Mittel und Wege zu suchen, die Umsetzung der Maßnahmen dringend zu beschleunigen.

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