28.05.2003
EU-Kommissar besucht Fußballschule
(DTPA/gap) HOF: Vor ungewohnter Kulisse trafen sich vergangenen Freitag (23.05.) die Kicker der Deutsch-tschechischen Fußballschule. Am Hofer Theater empfingen sie Günter Verheugen, den zuständigen Kommissar für die EU-Erweiterung. Verheugen hatte sich zu einer kurzen Stippvisite beim deutsch-tschechischen Informationszentrum IDOR angesagt, um die junge Initiative für ihr Engagement in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auszuzeichnen.
Eigentlich wollte das Deutsch- Tschechische Informationsbüro IDOR - Projektmanager der Fußballschule - dem EU-Kommissar das Projekt ausführlich präsentieren. Aufgrund des Termindrucks blieb dieses Mal jedoch nur Zeit für eine kurze Vorstellung vor dem Theater. Trotz der wenigen Minuten, die zur Verfügung standen, ließ es sich der Vater der EU-Erweiterung nicht nehmen, die jüngste Generation näher zu befragen, was sie aus der Wiedervereinigung Europas macht. Nachdem er von den jungen deutschen und tschechischen Kickern in zwei Sprachen mit "Ahoj!" und "Grüß Gott!" begrüßt worden war, erkundigte sich Günter Verheugen nach dem bisherigen Verlauf der Pilotinitiative.
Mit Freude registrierte er, dass die Jungen durch das regelmäßige gemeinsame Training bereits die Sprache des Nachbarlands kennen gelernt haben. Besonders beeindruckt zeigte sich Verheugen von der Dauer und dem anvisierten Ausbau des Projekts: "Es ist sehr ehrgeizig, dass die Fußballschule jährlich neue Kinder aufnimmt und die Jugendlichen anschließend über so lange Zeit gemeinsam trainieren und Deutsch und Tschechisch lernen. Ich begrüße dieses Vorhaben, das wirkliche Freundschaften verspricht, und wünsche Euch viel Erfolg", wandte er sich an die jungen Kicker und versprach ihnen spontan, drei Fußbälle aus Brüssel. Es könnte gut sein, dass er sich in der nahen Zukunft davon überzeugen wird, dass die Bälle in der Deutsch- tschechischen Fußballschule dann auch wirklich rollen.
Die Kinder überreichten Günter Verheugen zum Abschluss einen gemeinsamen Brief, in dem sie bedauerten, dass der Kommissar dieses Mal nur so wenig Zeit für sie hatte. Sie luden ihn deshalb ein, ihr Projekt in ein paar Monaten ausführlicher zu besichtigen.
"Das mache ich", sicherte Verheugen zu.
Alle interessierten Schüler der Jahrgänge 1992-1994 können sich ab sofort bei IDOR für die Teilnahme an der Fußballschule im kommenden Jahr bewerben. Das Training wird im September beginnen und findet wie bisher einmal in der Woche abwechselnd in Hof und Frantiskovy Lazne (Franzensbad) statt. Besonders willkommen sind ab der neuen Saison auch Kinder aus Thüringen und Sachsen. Sportvereine aus anderen Teilen der Grenzregion, die das Projekt gerne nachahmen oder auf eine andere Sportart übertragen möchten, können sich für weitere Informationen ebenfalls an den Projektmanager der Fußballschule, IDOR, wenden.

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