16.05.2003
Gymnasiasten verhandeln mit Günter Verheugen
(DTPA/bis) HOF: Das deutsch- tschechische Informationszentrum IDOR setzt sich seit einem Jahr dafür ein, die Grenzregionen besser auf die EU- Erweiterung vorzubereiten. Höhepunkt der bisherigen Arbeit wird ein Besuch des EU-Erweiterungskommissars, Günter Verheugen, am 23. Mai sein. IDOR lädt den Politiker dabei zu einer Podiumsdiskussion mit 55 Gymnasiasten aus Sachsen, Bayern und Böhmen über die EU-Erweiterung ins Hofer Theater ein.
Der Besuch Günter Verheugens bildet den Abschluss eines Planspiels, bei dem die Jugendlichen vom 21. bis 23. Mai in der Hofer Jugendstilvilla Theresienstein in die Rollen der Akteure aus Europäischer Kommission, Europäischem Parlament, Journalisten, Mitglieds- und Beitrittsstaaten schlüpfen und die Beitrittsverhandlungen nachspielen. Nach Abschluss der simulierten Verhandlungen, bei denen auch die Nichtaufnahme von Staaten möglich ist, diskutiert der echte EU-Kommissar, Günter Verheugen, mit den Nachwuchspolitikern über ihre Erfahrungen, Ängste und Perspektiven bei der Erweiterung. Organisiert wird dieses Projekt gemeinsam von Tandem, dem Koordinierungszentrum für deutsch-tschechischen Jugendaustausch, und IDOR.
Die Idee zum Planspiel hat die Forschungsgruppe Jugend und Europa des Centrums für angewandte Politikwissenschaft der Universität München (CAP) bereits vor einigen Jahren entwickelt. Es hat sich bereits bei zahlreichen Einsätzen in der Bildungsarbeit mit jungen Leuten bewährt. Als Veranstaltungsort wurde das Dreiländereck Sachsen-Bayern-Böhmen gewählt, da die Grenzregionen von den Veränderungsprozessen besonders betroffen sein werden.

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