31.05.2018
Sorge um Artenvielfalt im Grenzraum
(DTPA/MT) MARIENBERG/SCHWARZENBERG: Zu ihrem alljährlichen Treffen kamen in der vergangenen Woche die erzgebirgischen GRÜNEN mit Grünen aus Tschechien (Partei Strana Zelených) im Haus der Kammbegegnungen in Rübenau zusammen. Erörtert wurden während dieser Zusammenkunft neben den Dauerthemen Kohleausstieg und Luftbelastung vor allem Naturschutzthemen.
Nach dem Bekanntwerden von Bebauungsplänen um Ry˛ovna (Seifen) bei Bo˛i Dar (Gottesgab) im Frühjahr dieses Jahres, sorgen sich die Vertreter beider Parteien vor allem um den Bestand seltener Vogelarten in dieser Region. Noch fungieren die Naturflächen im weitgehend entsiedelten Gebiet als letzte Rückzugsorte für Bekassine und Braunkehlchen, von Wiesenpieper und Birkhuhn.
"Sollten die Pläne zur Wiederbelebung des Ortes Ry˛ovna tatsächlich realisiert werden, bedeutet dies vermutlich auch das Ende dieser geschützten Arten. Es ist alarmierend, dass in der Europäischen Union bereits jede sechste Vogelart vom Aussterben bedroht ist", gibt Ulrike Kahl von den erzgebirgischen GRÜNEN zu bedenken. Deshalb wollen die GRÜNEN die grenzübergreifende Zusammenarbeit auf diesem Gebiet intensivieren. Für August wird eine öffentliche Wanderung im Grenzgebiet geplant.

17.05.2018
Sächsisch-tschechische Projekte
(DTPA/MT) DRESDEN: Im Rahmen des grenzübergreifenden Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen - Tschechische Republik 2014 - 2020 können weitere fünf Projekte umgesetzt werden. Davon profitiert auch das Erzgebirge. So beschäftigen sich der Verein "Antikomplex hnutí proti xenofobii" aus Prag, fünf tschechische Städte im Grenzgebiet sowie Annaberg-Buchholz und die Gemeinde Breitenbrunn mit dem Kulturtourismus. In ihrem Projekt "Das wiedererlebte Erzgebirge" schaffen sie sieben Erlebnisorte, an denen teilweise vergessene kulturelle Traditionen der Region aus Bergbau, Handwerk und Volkskunst durch innovative Technologien visualisiert werden. Ausgewählte Bauwerke werden instand gesetzt und fünf Aktionstage zum "wiedererlebten Erzgebirge" durchgeführt. Das Vorhaben wird mit rund 456.000 Euro unterstützt.
Einen nachhaltigen Land- und Kulturtourismus im Erzgebirge unterstützen die Städte Ostrov, Bo˛í Dar, Annaberg-Buchholz, Bečov nad Teplou und die Gemeinde Breitenbrunn mit ihrem Projekt "Nutzung moderner interaktiver Technologien zum Schutz, zur Bewahrung und Bewerbung des Natur- und Kulturerbes". Dafür werden fünf interaktive Infokioske an zentralen Anlaufstellen für den Land- und Kulturtourismus in der Region installiert. Interessierte Besucher können sich in vier Sprachen grenzübergreifend über die touristischen und kulturellen Angebote in der gesamten Region informieren. Dieses Projekt wird mit rund 179.000 Euro gefördert. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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16.05.2018
Imagewerbung für Johanngeorgenstadt
(DTPA/MT) JOHANNGEORGENSTADT: Der Pferdegöpel (Bild) ist in Johanngeorgenstadt eines der Objekte, das sich hervorragend als touristisches Ausflugsziel eignet. Genau dort wurden am Dienstagnachmittag neue Werbemittel Johanngeorgenstadt und den tschechischen Nachbarort Potucky vorgestellt. Dazu gehört zum einen die Broschüre "Urlaub im Erzgebirge - Johanngeorgenstadt, Potucky & Umgebung", die in deutscher und tschechischer Sprache Tipps und Infos zur Region bereithält. Zum anderen sind ein Clip und ein Film "Rund um Johanngeorgenstadt" entstanden.
Möglich wurden die neue touristische Imagewerbung durch eine 85-prozentige Förderung der EUREGIO EGRENSIS. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 13.800 Euro. (Bildquelle: KJ/Michael Burkhardt)
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14.05.2018
Wirtschaftsminister reist nach Tschechien
(DTPA/MT) DRESDEN: Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig startet am 16. Mai eine zweitägige Reise in die tschechische Hauptstadt Prag. Die Tschechische Republik ist nach China der zweitwichtigste Handelspartner Sachsens. Im vergangenen Jahr kam ein Fünftel aller sächsischen Importe aus dem Nachbarland. Mit Einfuhren im Wert von 4,7 Milliarden Euro lag Tschechien unangefochten auf Platz 1 der Importpartner des Freistaates. Der Export sächsischer Waren nach Tschechien ist seit 1993 um das fast 16-fache auf einen Wert von rund zwei Milliarden Euro gestiegen.

26.04.2018
Zoll baut Zusammenarbeit weiter aus
(DTPA/MT) PETROVICE: Im tschechischen Grenzort Petrovice unterzeichneten die Leiter der deutschen und tschechischen Hauptzollämter, die beiderseits an der gemeinsamen Grenze liegen, eine Vereinbarung über ihre künftige Zusammenarbeit im Bereich Kontrollen im Grenzgebiet.
Auf der Grundlage des deutsch-tschechischen Polizeivertrags von 2016 arbeiten die Zollbehörden im deutsch-tschechischen Grenzraum eng zusammen. Sie führen gemeinsame Kontrollen durch, unterstützen sich bei grenzüberschreitender Nacheile und praktizieren gemeinsame Aus- und Fortbildungen. Die Zusammenarbeitsvereinbarung regelt nunmehr insbesondere die operativen Aspekte und ergänzt die rechtlichen Regelungen des Vertrages durch konkrete Bestimmungen für die Durchführung der gemeinsamen Kontrollen. (Bildquelle: Zoll)
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